Wir sind das Netzwerk Raumplanung, herzlich willkommen

Das Netzwerk Raumplanung verbindet über 30 Mitglieder- und Partnerorganisationen, die mehr als 900‘000 Mitglieder aus den Bereichen Landschaft, Natur-, Tier- und Umweltschutz, Landwirtschaft, Verkehr, Planen und Wohnen sowie Politik vertreten. Uns interessieren Fragen an der Schnittstelle von Raumplanung und Politik. Weshalb? Ganz einfach, weil Boden die knappste nicht erneuerbare Ressource der Schweiz ist

Das Netzwerk Raumplanung engagiert sich für eine haushälterische Nutzung des Bodens. Ziel ist eine Raumordnung, welche in gleichem Masse auf die Bedürfnisse von Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft Rücksicht nimmt. Wie ein Blick auf die Fakten zeigt, ist die Schweiz davon jedoch weit entfernt: Die Siedlungsfläche nahm zwischen 1985 und 2009 um beinahe einen Viertel zu und beträgt heute über 3000km2, was der Fläche der beiden Kantone Aargau und Fribourg zusammen entspricht. Der grösste Teil der Siedlungsflächen, knapp 90%, entstand auf ehemaligen Landwirtschaftsflächen. Zwischen 1985 und 2009 gingen pro Sekunde 1.1 Quadratmeter Landwirtschaftsfläche verloren.

Am 3. März 2013 befürworteten 63% der Stimmbevölkerung in einer Volksabstimmung das revidierte Raumplanungsgesetz. Es schafft die Grundlage, damit in den Gemeinden zu grosse Bauzonen verkleinert und vorhandene Baulandreserven genutzt werden mit dem Ziel, dass sich Dörfer und Städte nach innen entwickeln. Damit sollen Landverschleiss und Bodenspekulation gebremst werden. Die Mitglieder und Partner des Netzwerks setzen sich für eine zielführende Umsetzung des neuen Raumplanungsgesetzes ein. 

Aktuelles

Interakademische Kommission Alpenforschung (ICAS)

Tabuthema „Schrumpfung“

Die ICAS widmete sich an einer Tagung dem Thema "Entwicklung in ländlichen Räumen und Bergregionen ohne Wachstumsperspektiven". Dabei handelt es sich um ein Tabuthema, das jedoch eine reale Grundlage hat: Mehr als 100 Gemeinden sahen sich gemäss statistischem Atlas der Schweiz in den letzten fünf Jahren mit einer starken Schrumpfung ihrer Einwohnerzahl konfrontiert (> 5%). Die ICAS plädiert dafür, solche Prozesse nicht zu negieren, sondern als langfristig nicht mehr umkehrbare Entwicklungen zu akzeptieren und entsprechend in den Planungen  (Gebirgskantone, Seco und ARE) zu berücksichtigen.

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